Was die persönliche Gültigkeit betrifft, so ist ein Tarifvertrag grundsätzlich verbindlich für diejenigen, die zum Zeitpunkt ihres Inkrafttretens Mitglieder der jeweiligen Gewerkschaft und des Arbeitgeberverbandes sind. Seine Regeln gelten somit für das individuelle Arbeitsverhältnis, wenn sowohl der Arbeitnehmer als auch der Arbeitgeber gebunden sind (Art. 3 Abs. 1). Die Verpflichtung des Arbeitgebers reicht jedoch für die Anwendung von Gesetzlichen Normen im Zusammenhang mit betriebsrechtlichen Fragen oder der Betriebsverfassung aus (Art. 3 Abs. 2). Der Arbeitgeber kann den Arbeitsvertrag aus legitimen Gründen entweder durch die gesetzliche Kündigung oder die im Arbeitsvertrag (regelmäßige Kündigung) angegebene Bekanntmachung in folgenden Fällen kündigen: Der Betriebsrat hat Einbestimmungs- und Mitbestimmungsrechte. Das Mitbestimmungsrecht umfasst das Recht, informiert zu werden und Empfehlungen abzugeben.

Das Mitbestimmungsrecht ist bei weitem von noch mehr praktischer Bedeutung, da es die Möglichkeit mit sich bringt, eine Entscheidung des Arbeitgebers zu blockieren, die von der Zustimmung des Betriebsrats abhängt. Sie umfasst Themen wie Arbeitsregeln, Arbeitszeit einschließlich Überstunden und Urlaubspläne, Lohnmethoden, Einführung und Verwendung technischer Vorrichtungen zur Überwachung des Verhaltens und der Leistung der Mitarbeiter, Unfallverhütung und Gesundheitsschutz, Nebenleistungen sowie die Bereitstellung und Rücknahme von unternehmenseigenen Wohnungen. Die Löhne dürfen jedoch niemals auf Betriebsebene festgelegt werden (Abs. 87 Abs. 1 und 77 Abs. 3). Beim Abschluss eines Arbeitsvertrages vereinbaren die Parteien oft eine Probezeit von bis zu 6 Monaten. Während dieser Frist kann der Arbeitnehmer mit einer Kündigungsfrist von nur 2 Wochen gekündigt werden (Art. 622 Abs. 3 Bürgerliches Gesetzbuch). Alternativ können die Parteien in das Arbeitsverhältnis eintreten, indem sie einen bis zu 6 Monate befristete Vertrag vereinbaren.

Die Notwendigkeit gegenseitiger Prüfungen ist ein gerechtfertigter Grund für den oben genannten Abs. 14 Abs. 1. Bei gewöhnlicher Kündigung hängt die Dauer der Kündigungsfrist von der Dauer des Arbeitsverhältnisses ab. Die Standardkündigungsfrist gilt: Die Standardkündigungsfrist wird um zwei Wochen erhöht, wenn der entlassene Arbeitnehmer über 50 Jahre alt ist, und um einen Monat, wenn er älter als 55 Jahre ist. Dies gilt für Arbeitnehmer mit unbefristeten Arbeitsverträgen und auch für Arbeitnehmer mit befristeten Arbeitsverträgen mit einer Laufzeit von mehr als zwei Jahren. Wird der Arbeitsvertrag wegen Verletzung von Arbeitspflichten gekündigt, so beträgt die Kündigungsfrist die Hälfte der oben beschriebenen Standardkündigungsfrist. Ein Tarifvertrag kann als allgemein anwendbar für alle Arbeitsverhältnisse innerhalb seines geografischen Geltungsbereichs erklärt werden, unabhängig davon, ob der Arbeitgeber oder der Arbeitnehmer Mitglieder der Vertragsparteien sind oder nicht.

Dies geschieht durch das Arbeitsministerium, wenn mindestens 50 % der Arbeitnehmer, die unter den geografischen Geltungsbereich der Vereinbarung fallen, von Arbeitgebern eingestellt werden, die bereits an die Vereinbarung gebunden sind.